Wenn ich zurückblicke, habe ich eigentlich primär negative Erfahrungen mit Menschen gemacht. Ich war willkommen, solange ich nützlich war, aber sonst wusste man kaum meinen Namen. Daher ist meine Antwort für andere vielleicht auch gar nicht so besonders.
Als wir im Dezember 2025 auf Dienstreise in Kassel waren, um unser KI-Meeting mit der Geschäftsleitung zu halten, spazierten meine Kollegin aus Offenbach und ich abends gemeinsam durch die Gegend und sind dann im Il Divo gelandet. (Übrigens sehr zu empfehlen: Dort gibt es wirklich nur Pizza und nicht noch das standardmäßige Wiener Schnitzel und Co. Also wenn ihr mal in Kassel seid – gönnt euch dort eine Pizza.)
Wir aßen, tranken und unterhielten uns nett. Als wir dann irgendwann wieder aufbrachen, weil am Folgetag Arbeit und Weihnachtsfeier samt Gottesdienst anstanden, zückte sie plötzlich ihre Geldbörse und sagte zur Kellnerin: „Zusammen, bitte.“ Da war ich total baff und irgendwie auch ein bisschen irritiert, denn noch nie hatte mich jemand jemals eingeladen. Wir spazierten danach zusammen zum Hotel zurück und jeder ging in sein Zimmer.
Für mich war das ein Moment, den ich lange in Erinnerung halten werde. Nicht nur, weil die Pizza sehr gut war, sondern auch weil dieser kleine Moment mir verdammt viel gegeben hat.
